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Britische Marine kappt Drohnen-Internet

Geschrieben von Bastian Fricke | 11. August 2026, 08:33:41 Z

Die britische Marine hat bei Überwasserdrohnen den Internetzugang für Kameras gekappt, nachdem regelmäßige Verbindungen zu einer IP-Adresse in China aufgefallen waren. Laut Bericht ging es um Kameras eines Drittherstellers; das britische Verteidigungsministerium sieht keine Hinweise, dass sensible Daten oder Systeme ins Ausland übertragen wurden. Der Vorfall zeigt trotzdem, wie schnell bei vernetzten Komponenten eine Sicherheitsfrage entsteht, die erst im Betrieb sichtbar wird.

Warum der Vorfall für Betreiber vernetzter Systeme relevant ist

Im Kern geht es um ein bekanntes Thema aus der Praxis: Eine Komponente arbeitet nicht so, wie der Betreiber es erwartet hat, und erst die Analyse im laufenden Einsatz bringt das Problem ans Licht. Die britische Marine kappte deshalb die Internetanbindung, nachdem sich die Kameras kontinuierlich bei einer Adresse in China gemeldet hatten. Für Errichterbetriebe ist das als Arbeitsaufgabe gut nachvollziehbar: Wer vernetzte Systeme plant, installiert oder betreut, muss nicht nur die Funktion, sondern auch das Verhalten einzelner Komponenten im Blick behalten. Genau an dieser Stelle hilft Erfahrungsaustausch, etwa über Veranstaltungen im Netzwerk.

Was die Quelle konkret beschreibt

Die Überwasserdrohne Kraken K3 Scout ist 8,40 Meter lang und knapp 2 Meter breit. Sie wird von einem Dieselmotor angetrieben, erreicht 55 Knoten und soll bei 25 Knoten eine Reichweite von 650 Seemeilen haben. Das System kann für militärische oder zivile Zwecke ausgestattet werden, bis zu 30 Tage im Einsatz sein und eine Nutzlast von bis zu 600 kg tragen. Die betroffenen Kameras stammen laut Bericht von einem Dritthersteller. Auffällig wurden regelmäßige Rückmeldungen nach China bei einer Analyse, danach wurde die Internetverbindung getrennt.

Einordnung der Begriffe aus dem Bericht

Die Quelle nennt keine Fachbegriffe im engeren Sinn, aber zwei Punkte sind für das Verständnis wichtig: „Dritthersteller“ und „autonom“. Dritthersteller bedeutet hier, dass die Kameras nicht vom Hersteller der Drohne selbst stammen. Autonom ist das System laut Bericht noch nicht, es wird bislang ferngesteuert und soll erst in Zukunft autonom unterwegs sein. Für die Praxis heißt das: Die Verantwortung verteilt sich bei vernetzten Systemen oft auf mehrere Beteiligte. Wer solche Komponenten einsetzt, sollte deshalb klar wissen, welches Teil welches Verhalten zeigt und wer dafür zuständig ist.

Welche Punkte der Vorfall sichtbar macht

Aus dem Bericht lassen sich drei Ebenen herauslesen:

  • Die Marine hat auf auffällige Verbindungen reagiert und die Internetanbindung gekappt.
  • Das Verteidigungsministerium sagt, es gebe keine Hinweise auf übertragene sensible Daten oder Systeme.
  • Trotzdem bleibt die Frage, ob Kameras oder andere Teile auch nach dem Abschalten der Drohnen aktiv bleiben können.

Für Errichterbetriebe ist daran vor allem die letzte Ebene interessant: Nicht nur die Hauptfunktion eines Systems zählt, sondern auch das Verhalten einzelner Komponenten unter realen Bedingungen. Das lässt sich selten allein sauber bewerten.

Welche Reaktion der Quelle zu entnehmen ist

Die unmittelbare Maßnahme war klar: Internetanbindung aus. Zusätzlich wurde laut Bericht der Fund vom britischen Hersteller eingestanden. Marine und Kraken Technology Group sind demnach überzeugt, dass keine sensiblen Informationen in die Volksrepublik geschickt worden seien. Gleichzeitig bleibt offen, ob die in der Serienfertigung bei Blohm+Voss eingesetzten Überwasserdrohnen dieselben Kameras verwenden. Genau an solchen offenen Punkten zeigt sich, warum belastbare Einschätzungen im Austausch oft schneller entstehen als im Einzelbetrieb.

Fragen wie diese lassen sich selten allein beantworten. Im Kreis von Betrieben, die vor ähnlichen Aufgaben bei vernetzten Anlagen stehen, entstehen oft die pragmatischsten Lösungen – dafür steht The Circle of Security Professionals.

Quelle: Heise