Der Bericht beschreibt keine flächendeckende Verbesserung, sondern eine uneinheitliche Lage im deutschen Mittelstand. Der Umsatzindex steigt saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent, gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent. Gleichzeitig bleibt der Druck hoch: Kleinstunternehmen verzeichnen sinkende Umsätze, und die Lohnkosten steigen weiter in allen Unternehmensgrößen, Branchen und Bundesländern. Für kleine und mittlere Betriebe heißt das: Es gibt Bewegung nach oben, aber keine stabile Entlastung.
Die stärkste Entwicklung kommt von Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden. Sie legen beim Umsatz um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Kleine Unternehmen liegen mit 1,2 Prozent leicht im Plus. Kleinstunternehmen bleiben dagegen mit minus 2,9 Prozent im Rückgang. Interessant ist dabei die Beschäftigungsseite: Mittlere Unternehmen bauen ihre Beschäftigung leicht um 0,6 Prozent ab, während Kleinstunternehmen trotz sinkender Umsätze Beschäftigung aufbauen. Die Lage ist also nicht nur nach Branchen, sondern auch nach Unternehmensgröße deutlich unterschiedlich. Mehr Daten und Auswertungen stellt DATEV unter mittelstandsindex.datev.de bereit.
Der Bericht arbeitet mit drei Kernbereichen: Umsatz, Löhne und Beschäftigung. Der Umsatzindex basiert auf Umsatzsteuervoranmeldungen von über einer Million Unternehmen. Die Indizes zu Beschäftigung und Lohn stammen aus Lohn- und Gehaltsabrechnungen von mehr als acht Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wenn von saison- und kalenderbereinigt die Rede ist, bedeutet das: Die Daten wurden so aufbereitet, dass typische saisonale und kalenderbedingte Effekte nicht das Bild verzerren. Für die Einordnung ist außerdem wichtig, dass die Daten anonymisiert und aggregiert ausgewertet werden.
Auch nach Branchen ergibt sich kein einheitliches Bild. Das Baugewerbe liegt mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Handel, Gastgewerbe und Verarbeitendes Gewerbe liegen dagegen darunter. Besonders deutlich zeigt sich der Kostendruck bei den Löhnen: Über alle Unternehmensgrößen, Branchen und Bundesländer hinweg steigen sie im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent. Im Baugewerbe fällt der Anstieg mit 7,8 Prozent am stärksten aus. Die Beschäftigung bewegt sich insgesamt kaum, was auf einen Markt hinweist, der weder klar ausweitet noch flächendeckend abbaut.
DATEV-CEO Prof. Dr. Robert Mayr weist darauf hin, dass der Umsatzanstieg vor dem Hintergrund eines schwachen Vorjahresmonats nicht überbewertet werden sollte. Besonders die Kleinstunternehmen bleiben rückläufig, während die Lohnkosten weiter deutlich steigen. Daraus lässt sich ableiten: Der Mittelstand stabilisiert sich punktuell, von einer breiten Erholung ist er aber noch entfernt. Für kleine und mittlere Handwerksbetriebe heißt das vor allem, dass Umsatzimpulse nicht automatisch zu Entspannung bei Kosten und Personal führen.
Wenn Sie solche Entwicklungen für Ihren Betrieb einordnen und mit anderen Errichtern von Alarm- und Brandmeldeanlagen diskutieren möchten, informieren Sie sich über The Circle of Security Professionals. Das Netzwerk richtet sich an inhabergeführte Betriebe mit technischem Außendienst und Austausch auf Augenhöhe.
Quelle: Datev eG, Nürnberg