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DATEV Mittelstandsindex: Umsatzrückgang im Mai

Geschrieben von Bastian Fricke | 1. Januar 1970 00:00:00 Z
Die Lage im Mittelstand bleibt angespannt. Der DATEV Mittelstandsindex meldet für Mai sinkende Umsätze bei kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland: zum Vormonat um 1,3 Prozent, zum Vorjahr um 1,4 Prozent. Für Betriebe, die unter Auftragsdruck und Kostenentwicklung arbeiten, ist das ein weiterer Rückgang in einer seit drei Jahren schwachen Phase.

Umsatzschwäche hält an

Der zentrale Befund des Index ist die anhaltende Umsatzschwäche im Mittelstand. Laut DATEV setzen sich die Probleme seit drei Jahren fort. Im Mai lagen die saison- und kalenderbereinigten Umsätze der kleinen und mittleren Unternehmen sowohl unter dem Vormonat als auch unter dem Vorjahresmonat. Für den Mittelstand insgesamt ergibt sich damit kein Stimmungswechsel, sondern eine Fortsetzung der bereits länger angespannten Lage.

Besonders deutlich zeigt sich das in den Branchen Handel, Baugewerbe und Verarbeitendes Gewerbe. Für Errichter von Sicherheitsanlagen ist das vor allem als Umfeld für Investitionsentscheidungen relevant. Der Bericht enthält dazu keine eigenen Aussagen, zeigt aber, dass viele wirtschaftliche Bereiche weiterhin unter Druck stehen. Mehr zu The Circle

Zahlen, die die Lage einordnen

Der Handel verzeichnet im Mai ein Umsatzminus von 6,5 Prozent. Im Baugewerbe sinken die Umsätze um 5,8 Prozent, im Verarbeitenden Gewerbe um 4,2 Prozent. Das Gastgewerbe ist mit plus 2,0 Prozent die einzige betrachtete Branche mit einem Zuwachs. Laut DATEV dürfte ein zusätzlicher Feiertag im Vergleich zum Vorjahresmonat dabei eine Rolle gespielt haben.

Nach Unternehmensgrößen fallen Kleinstunternehmen mit minus 5,0 Prozent am stärksten zurück. Kleine Unternehmen liegen bei minus 0,9 Prozent. Mittlere Unternehmen erreichen dagegen ein leichtes Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Beschäftigung bleibt insgesamt nahezu stabil und geht saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent zurück. Auch gegenüber dem Vorjahr liegt sie um 0,1 Prozent niedriger.

Was die Begriffe im Index bedeuten

Der DATEV Mittelstandsindex betrachtet drei Bereiche: Umsätze, Löhne und Beschäftigung. Die Angaben sind saison- und kalenderbereinigt. Das heißt: Reine Schwankungen durch Jahreszeit oder unterschiedliche Kalendertage werden herausgerechnet, damit die Entwicklung besser vergleichbar ist.

Für den Umsatzindex nutzt DATEV Umsatzsteuervoranmeldungen von über einer Million Unternehmen. Die Daten zu Beschäftigung und Lohn stammen aus Lohn- und Gehaltsabrechnungen von mehr als acht Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Die Auswertungen werden anonymisiert und aggregiert. Für die Lesart des Berichts ist wichtig: Er zeigt nicht Einzelfälle, sondern die Entwicklung im Mittelstand insgesamt.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

Der Bericht benennt drei zentrale Entwicklungen:

  • Umsätze im Mittelstand sinken im Mai gegenüber dem Vormonat und gegenüber dem Vorjahr.
  • Handel, Baugewerbe und Verarbeitendes Gewerbe liegen deutlich unter Vorjahresniveau.
  • Die Beschäftigung bleibt insgesamt weitgehend stabil.

Bei den Löhnen und Gehältern zeigt sich zugleich ein Anstieg von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat sinken sie aber um 0,4 Prozent. Die stärksten Lohnzuwächse meldet das Gastgewerbe mit 7,3 Prozent, bei den mittleren Unternehmen liegt der Anstieg bei 5,4 Prozent.

Einordnung für den Mittelstand

Die Zahlen zeigen eine gleichzeitige Belastung auf mehreren Ebenen: rückläufige Umsätze, steigende Löhne im Vorjahresvergleich und eine insgesamt stabile, aber kaum wachsende Beschäftigung. Der Bericht beschreibt damit keine einzelne Branchenkrise, sondern eine breite Schwächephase im Mittelstand. Für den handwerklichen Mittelstand bleibt damit vor allem relevant, dass das Umfeld in mehreren großen Branchen weiter unter Vorjahresniveau liegt.

Der Bericht nennt keine konkreten Maßnahmen oder politischen Antworten. Er verweist stattdessen auf weitere Daten, Grafiken und Filterfunktionen im Mittelstandsindex. Wer den Austausch mit anderen Errichtern sucht, findet bei Veranstaltungen von The Circle einen passenden Einstieg.

Unterm Strich bleibt der Mai für den Mittelstand ein schwacher Monat. Die Umsatzentwicklung zeigt weiter nach unten, während Beschäftigung weitgehend stabil bleibt. Ob sich daraus im weiteren Jahresverlauf eine Trendwende ergibt, lässt der Bericht offen.

Wenn Sie als inhabergeführter Errichter von Alarm- und Brandmeldeanlagen mit technischem Außendienst und lösungsorientiertem Produktgeschäft arbeiten, kann der Austausch mit anderen Betrieben helfen. The Circle of Security Professionals ist ein exklusives Netzwerk von maximal 60 Errichtern, die sich zu Kooperation und Offenheit austauschen.

Quelle: Datev eG, Nürnberg