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Gebrauchte Rechner gegen Speicherpreise

Geschrieben von Bastian Fricke | 25. August 2026, 04:13:49 Z
SSDs und Arbeitsspeicher bleiben laut c’t vorerst teuer. Wer einen Neukauf nicht weiter verschieben kann, sollte deshalb auch gebrauchte Notebooks und PCs prüfen. Dabei geht es aber nicht nur um den Preis: Der Gebrauchtmarkt ist abgegrast, viele Geräte sind älter geworden, und beim Kauf zählen Details wie Gewährleistung, Betriebssystem und Aufrüstbarkeit.

Was der Engpass für den Gerätebestand bedeutet

Die c’t-Experten Christian Hirsch und Florian Müssig gehen davon aus, dass SSDs und Arbeitsspeicher nicht nur kurzfristig teuer bleiben, sondern eher über einige Jahre. Das ist für viele bestehende PCs und Notebooks ein Argument, sie weiter zu nutzen. Gleichzeitig ist das nicht für jeden praktikabel. Wer einen Neukauf nicht hinauszögern kann, muss deshalb auch Gebrauchtgeräte mitdenken. Für Betriebe mit Technik im Außendienst ist das vor allem eine Frage der sauberen Auswahl: nicht jedes gebrauchte Gerät ist automatisch eine brauchbare Lösung.

Entscheidend ist dabei, wie belastbar ein Gerät im Alltag bleibt. Der Podcast nennt keine pauschale Empfehlung für irgendein beliebiges Altgerät, sondern verweist auf Firmenrückläufer, Händlergewährleistung und den Zustand des Markts. Wer Geräte für den Betrieb beschafft, braucht damit nicht nur eine günstige Quelle, sondern eine nachvollziehbare Entscheidung. Genau diese Abwägung lässt sich im Austausch mit anderen Betrieben oft schneller einordnen – etwa bei Veranstaltungen von The Circle of Security Professionals.

Firmenrückläufer sind die naheliegende Quelle

Als empfehlenswerte Gebrauchtgeräte nennt der Podcast Firmenrückläufer. Diese Geräte kommen nach rund drei Jahren aus Leasing oder Abschreibung und gehen an Refurbisher, die sich unter anderem um gültige Windows-Lizenzen kümmern. Weil viele Unternehmen ihre Geräte inzwischen fünf Jahre und länger nutzen, werden die älteren Geräte auf dem Gebrauchtmarkt häufiger. Das verändert die Auswahl: Der Markt bietet zwar weiterhin nutzbare Technik, aber auch deutlich mehr ältere Geräte als früher.

Für die Praxis heißt das: Die verfügbare Ware ist nicht nur gebraucht, sondern oft bereits deutlich länger im Umlauf. Das muss kein Nachteil sein, solange die technischen Grundlagen stimmen. Die c’t nennt dafür schnelle Prozessoren, vollwertige USB-C-Ports und Windows-11-Tauglichkeit als seit Jahren übliche Merkmale. Zugleich warnt der Podcast davor, dass einige Händler auch sehr alte Ladenhüter anbieten. Die Frage ist daher weniger, ob Gebrauchtware grundsätzlich taugt, sondern wie sorgfältig man auswählt.

Worauf der Podcast beim Kauf und bei der Technik achtet

Bei Windows-Geräten raten die c’t-Redakteure zu Intel oder AMD. ARM/Qualcomm holt zwar auf, aber gute Prozessoren sind im Gebrauchtmarkt nach ihrer Einschätzung noch nicht zu finden. Bei Apple ist die Richtung umgekehrt: Für Intel geht die Unterstützung absehbar zurück, deshalb sollten gebrauchte Apple-Geräte nur mit M-Prozessoren gekauft werden. Der M1 gilt dabei für vieles noch als schnell genug. Diese Einordnung ist wichtig, weil sie die Auswahl auf wenige sinnvolle Wege konzentriert.

Auch beim Aufrüsten gibt es Grenzen. Bei vielen Notebooks ist der Speicher fest verlötet, der Prozessor inzwischen immer. SSD-Module sind zwar bei manchen Geräten erreichbar, aber fast alle Firmen-Notebooks vertragen nur bestimmte Module, die sich teils nicht einmal eindeutig identifizieren lassen. Anders sieht es bei Desktop-Rechnern aus: Dort lassen sich RAM-Riegel und SSDs einfacher finden, und mit Vorplanung verträgt das Mainboard noch einige neuere Prozessorgenerationen. Wer mehr über den Umgang mit solchen Fragen erfahren will, findet hier mehr über The Circle.

Welche Maßnahmen der Podcast praktisch empfiehlt

Die naheliegende Maßnahme ist, gebrauchte Notebooks und PCs komplett zu kaufen, statt sie einzeln zusammenzustellen. Der Hauptgrund dafür ist die Händlergewährleistung. Vom Privatkauf raten die c’t-Redakteure ab, oder sie empfehlen zumindest, sich der Risiken bewusst zu sein. Genannt werden dabei unter anderem Verschmutzungen und Probleme mit der Windows-Lizenz. Das ist kein pauschales Urteil gegen private Angebote, aber ein klarer Hinweis auf die zusätzliche Prüfung, die dort nötig ist.

Für den Alltag zählt damit nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch die Absicherung des Kaufs. Wer gebrauchte Technik beschafft, muss die technischen Grenzen kennen und den Zustand der Ware realistisch bewerten. Der Podcast macht außerdem deutlich, dass der Gebrauchtmarkt für Gaming-Grafik keine Lösung hergibt. Für Beschaffung und Ausstattung im Betrieb bleibt also die Frage, welche Anforderungen wirklich erfüllt werden müssen und wo Kompromisse möglich sind.

SSDs und RAM dürften auf Jahre teuer bleiben, und der Gebrauchtmarkt wird dadurch weiter interessant. Gleichzeitig sind die besten Geräte dort knapper und ältere Modelle häufiger geworden. Wer in dieser Lage eine belastbare Entscheidung treffen will, muss Preise, Technik und Gewährleistung zusammen betrachten. Wie andere inhabergeführte Errichterbetriebe mit solchen Beschaffungsfragen umgehen, zeigt sich oft erst im Austausch – genau dafür steht The Circle of Security Professionals, wenn Sie den Newsletter nutzen möchten.

Quelle: Heise