Die bundesweite Handwerkskampagne „Karriere mit Gefühl“ stellt im Herbst 2026 unterschiedliche Berufswege vor und setzt dafür prominente Gesichter ein. Ein Ziel ist, die Bandbreite handwerklicher Karrieren sichtbar zu machen und damit das Interesse an Ausbildungen weiter zu stützen. Gerade Errichter könnten hier viel beitragen, denn bei "Handwerk" denken nur wenige an diesen Bereich.
Die Kampagne macht deutlich, dass Handwerk nicht nur Leistung, sondern auch Verantwortung und Umgang mit Menschen betont. Für Errichterbetriebe bedeutet das: Ausbildungs- und Imagearbeit lässt sich über konkrete Beispiele gestalten. Entscheidend dabei ist, aus Sicht der Kampagne sichtbar zu machen, welche Aufgaben und Verantwortungen in handwerklichen Berufen stecken. Die vorgestellten Persönlichkeiten zeigen unterschiedliche Zugänge – vom Unternehmensalltag bis zur Übernahme eines Betriebs. Errichterbetriebe können daraus Schlüsse ziehen, wie sie Ausbildungsbotschaften und Karrierechancen in ihren eigenen Teams kommunizieren.
Die Kampagne startet bundesweit im Herbst 2026 unter dem Motto „Karriere mit Gefühl“. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) meldete rund 67.800 neue Ausbildungsverträge im ersten Halbjahr 2026, ein Plus von 4,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Sollte sich der Trend fortsetzen, wäre es das vierte Jahr in Folge mit steigenden Ausbildungszahlen. Die Kampagnenwelle läuft ab dem 11. September auf Plakat- und digitalen Werbeflächen; ab dem 14. September folgen Videos und Inhalte in sozialen Medien, der Tag des Handwerks ist am 19. September.
„Karriere mit Gefühl“ ist das Kampagnenmotto und zielt darauf ab, beruflichen Erfolg nicht allein über Leistung, sondern über Verantwortung und den Umgang mit Menschen zu definieren. Als Beispiel steht Markus Rehm, Orthopädietechnik-Mechaniker und Paralympics-Sieger, für die Orientierung an handwerklicher Sinnstiftung: „Menschen Lebensqualität zurückzugeben, ist für mich mehr als ein Beruf.“ Weitere Begriffe sind „Motiv“ (die eingesetzten Bild- und Videodarstellungen) und die geplante neue App, die die Kampagne begleiten soll und Zugangswege zu Informationen über Berufe bieten wird.
Die Kampagne hebt mehrere Aspekte hervor, die auch für Errichterbetriebe relevant sind:
Die Kampagne setzt auf eine mehrstufige Medienverbreitung: Plakate und digitale Werbeträger ab 11. September, Videos und Social-Media-Beiträge ab 14. September sowie begleitende Aktivitäten zum Tag des Handwerks am 19. September. Inhaltlich präsentiert sie vier Personen aus unterschiedlichen Gewerken, um Entwicklungswege zu veranschaulichen. Ergänzend ist eine neue App geplant, die Informationen und Motive bündelt. Ziel ist, mit konkreten Beispielen die Attraktivität handwerklicher Ausbildungen und Karrieren erkennbar zu machen und so Nachfrage nach Ausbildungsplätzen nachhaltig zu unterstützen.
Die Kampagne wird auf Ebene des Handwerks national umgesetzt; der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) liefert die statistische Einordnung der Ausbildungszahlen. Der Tag des Handwerks existiert seit 2011 als bundesweiter Aktionstag zur Information über rund 130 Ausbildungsberufe und Karrierechancen. Die Kampagnenausspielung über Plakatflächen, digitale Werbeträger und Bewegtbild zeigt, wie Verbandskommunikation und öffentliche Aktionen verknüpft werden. Für Betriebe kann es hilfreich sein, lokale und überregionale Aktionszeiträume und Events bei ihrer eigenen Personal- und Ausbildungsplanung zu berücksichtigen; Informationen zu Veranstaltungen bietet etwa unsere Veranstaltungsseite: Veranstaltungen.
Vier Personen stehen stellvertretend für unterschiedliche Wege im Handwerk: Markus Rehm (Orthopädietechnik-Mechaniker, Paralympics-Sieger) als Beispiel für Sinnstiftung im Beruf; Gerüstbauerin Sina Scheffler als Unternehmerin in einer traditionell männlich geprägten Branche; Bootsbauer Julian Schunk als Beispiel für Teamarbeit; und Gold- und Silberschmiedin Hereza Rosa Schmidtke, die früh einen Betrieb übernommen hat. Diese Beispiele sollen zeigen, wie unterschiedlich Entwicklungsmöglichkeiten im Handwerk aussehen – von Beschäftigten bis zur Betriebsführung.
Die Kampagne „Karriere mit Gefühl“ verbindet erhöhte Ausbildungszahlen mit einer bewussten Darstellung handwerklicher Verantwortung und Vielfalt. Für Errichterbetriebe stellt sich die Frage, wie sie das gestiegene Interesse an Ausbildungen nutzen und in eigene Nachwuchs- und Imagearbeit übersetzen. Im Kern geht es darum, Ausbildungsbotschaften konkret zu machen und mögliche Karrierewege im Betrieb sichtbar darzustellen, damit das positive Marktgeschehen in dauerhaften Nachwuchs umgesetzt werden kann.
Wer wissen will, wie andere inhabergeführte Errichterbetriebe mit Ausbildungs- und Imagefragen umgehen, findet im Austausch von The Circle of Security Professionals belastbare Antworten. Im Netzwerk treffen Sie auf Betriebe mit vergleichbaren Strukturen und Herausforderungen; mehr über die Mitgliedschaft erfahren Sie hier: The Circle of Security Professionals – Teil werden.
Quelle: handwerk.com