Ein flächendeckender Stromausfall ist kein abstraktes Szenario. Die Abhängigkeit von Energie ist in privaten Haushalten, Gewerbe und kritischen Infrastrukturen extrem hoch. Ohne Strom sind Kommunikation, Versorgung und viele technische Schutzmaßnahmen sofort beeinträchtigt. Besonders für Betreiber von Alarm- und Brandmeldeanlagen stellt sich die Frage, wie lange ihre Systeme noch autark arbeiten können.
Im Rahmen einer Risikoanalyse wurde für ein Beispiel-Landkreis mit 8.000 betroffenen Personen gerechnet. Krankenhäuser verfügen gesetzlich vorgeschrieben über Notstrom für mindestens 24 Stunden. In der Landwirtschaft zeigte sich, dass von 54 befragten Betrieben nur neun über ein eigenes Notstromaggregat verfügen. Auch bei Pflegeheimen verfügen die wenigsten über eine eigene Notstromversorgung. Die Erfahrung zeigt: Die Resilienz vieler Einrichtungen ist begrenzt.
Notstromversorgung: Ersatzstrom, der bei Stromausfall kritische Systeme weiter betreibt. Hilfebedürftige: Personen, die im Ereignisfall Unterstützung (z.B. bei Evakuierung) benötigen. SOLL-IST-Vergleich: Gegenüberstellung des Bedarfs (SOLL) und der tatsächlich vorhandenen Ressourcen (IST), um Engpässe zu erkennen.
Empfohlene Maßnahmen sind unter anderem:
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Die Katastrophenschutzgesetze der Bundesländer regeln die Zuständigkeiten. Landkreise und kreisfreie Städte sind für den überörtlichen Brandschutz und Katastrophenschutz zuständig. Der Bund unterstützt mit Fahrzeugen und Ausstattung. Für Betriebe gibt es keine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Notstromversorgung, aber Qualitätsprogramme der Lebensmittelindustrie machen Vorgaben (z.B. Melkbetriebe müssen Notstrom vorhalten).
In der Schweiz animiert eine Broschüre Unternehmen dazu, zentrale Systeme mit USV und Notstrom zu schützen. Es wird empfohlen, vorab zu bestimmen, welche Systeme auf keinen Fall ausfallen dürfen, um den Betrieb und die Sicherheit im Krisenfall aufrechtzuerhalten.
Der Stromausfall zeigt: Die eigene Krisenfestigkeit hängt von Vorbereitung, technischer Ausstattung und Kooperation ab. Die Risikoanalyse dient als Werkzeug, um Schwachstellen zu erkennen und gezielt anzugehen. Ein nächster Schritt ist die Ausweitung der Analyse auf größere Gebiete oder andere Szenarien wie Hochwasser oder Sturm.
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