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Multitasking: Warum unser Gehirn scheitert

Geschrieben von Bastian Fricke | 8. Mai 2026 01:10:46 Z
Multitasking ist eine weitverbreitete Praxis in unserem Berufs- und Privatleben. Gerade Unternehmer haben oft viele Aufgaben und wenig Zeit. Doch das Gehirn stößt dabei an seine Grenzen, insbesondere wenn mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigt werden müssen, was zu Überforderung führen kann.

Das Problem des Multitaskings

Multitasking funktioniert nicht. Das ist das Ergebnis von zahlreichen Studien. Während wir glauben, diese Aufgaben effizient ausführen zu können, zeigen die Untersuchungen, dass unser Gehirn Schwierigkeiten hat, mehrere komplexe Aufgaben gleichzeitig zu meistern. Dies führt zu einer Überforderung und einer verringerten Leistungsfähigkeit.

Hintergrund der Multitasking-Forschung

Psychologe Torsten Schubert von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat in einer aktuellen Studie gezeigt, dass unser Gehirn zwar lernen kann, Aufgaben schnell hintereinander zu bearbeiten, jedoch die Qualität der Ausführung darunter leidet. Wenn zu viele Aufgaben gleichzeitig anstehen, ist es wahrscheinlicher, dass Fehler auftreten oder die benötigte Zeit zunimmt.

Definition von Multitasking

Multitasking wird in der Psychologie als die gleichzeitige Ausführung mehrerer Aufgaben beschrieben, bei denen unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Dabei müssen Informationen aufgenommen, verarbeitet und Entscheidungen getroffen werden. Auch das schnelle Wechseln zwischen Aufgaben wird oft als Multitasking betrachtet, obwohl diese nicht unbedingt gleichzeitig ausgeführt werden.

Zentrale Aspekte des Multitaskings

  • Multitasking erfordert die gleichzeitige Verarbeitung verschiedener Informationen.
  • Es gibt unterschiedliche Auffassungen über das schnelle Wechseln zwischen Aufgaben.
  • Die Ausführung einer Aufgabe kann die nächste beeinflussen.

Maßnahmen zur Verbesserung der Multitasking-Fähigkeit

Zur Verbesserung der Multitasking-Fähigkeit ist es wichtig, sich bewusst auf eine Aufgabe zu konzentrieren und Ablenkungen zu minimieren. Durch gezielte Übungen kann die Fähigkeit zur schnellen Aufgabenwechselung trainiert werden, obwohl dies nicht alle Probleme löst. Eine klare Priorisierung von Aufgaben kann ebenfalls hilfreich sein.

Beispiele aus der Praxis

Im Alltag zeigt sich Multitasking häufig in Situationen wie dem Notizenmachen während einer Besprechung oder dem Telefonieren während des Autofahrens. Obwohl Letzteres mit Freisprechanlage legal ist, leidet die Aufmerksamkeit darunter. Telefonieren beim Fahren erhöht Untersuchungen zufolge das Unfallrisiko um 30 Prozent, auch mit Freisprechanlage. 

Abschluss und Ausblick

Die zentrale Erkenntnis der Forschung ist, dass Multitasking zwar möglich erscheint, jedoch oft mit Nachteilen verbunden ist. Eine offene Frage bleibt, wie wir in einer zunehmend komplexen Welt effektiver mit Multitasking umgehen können, ohne unsere Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Diese Frage stellt sich gerade Unternehmen. Wie ist Ihre Erfahrung? 

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Quellen: t3n, f-mund.de