Perimeterschutz wird für Unternehmen, kritische Infrastrukturen und besonders schutzbedürftige Standorte als eigenständiges Sicherheitsfeld geschärft. Das VdS-Bildungszentrum reagiert darauf mit einer neuen Fachtagung am 9.11.2026 in Köln und einem zusätzlichen Lehrgang „Perimetersicherung“. Für Errichterbetriebe wird damit vor allem eines sichtbar: Perimeterschutz wird nicht mehr nur technisch gedacht, sondern als risikoorientiertes Gesamtthema.
Perimeterschutz rückt als eigenes Thema in den Vordergrund
Der Schutz des Perimeters wird in der Mitteilung ausdrücklich als wichtige Sicherheitsmaßnahme für Unternehmen, Kritische Infrastrukturen und besonders schutzbedürftige Standorte beschrieben. Zugleich heißt es, dass neue Bedrohungslagen und steigende Sicherheitsanforderungen die Bedeutung ganzheitlicher, risikoorientierter Schutzkonzepte vergrößern. Für die Praxis heißt das: Der äußere Schutzbereich wird nicht als Randthema behandelt, sondern als Teil eines integrierten Sicherheitskonzepts. Genau an dieser Stelle setzt die neue Fachtagung an und schafft einen Rahmen, in dem Planung, Betrieb und Weiterentwicklung zusammen gedacht werden.
Die Fachtagung in Köln bündelt aktuelle Inhalte für die Praxis
Die Veranstaltung findet am 9.11.2026 im Hotel Pullman in Köln statt. Im Mittelpunkt steht der VdS-Sicherheitsleitfaden Perimeter (VdS 3143), der bis zum Termin in neuer Version erscheint und vor Ort ausführlich vorgestellt wird. Behandelt werden außerdem die Auswirkungen des KRITIS-Dachgesetzes auf den Perimeterschutz sowie die Einordnung technischer und organisatorischer Maßnahmen. Das Vortragsprogramm reicht von risikobasierter Planung über die Rolle des Zufahrtsschutzes bis zu KI-gestützter Videoanalytik und Drohnen am Perimeter. Weitere Informationen zur Veranstaltung stehen unter veranstaltungen.the-circle.de.
Wichtige Begriffe: Leitfaden, normenkonform und risikoorientiert
Der Begriff Perimeterschutz meint in diesem Zusammenhang den Schutz des äußeren Bereichs eines Standorts. Der VdS-Sicherheitsleitfaden Perimeter (VdS 3143) ist dabei der zentrale Bezugspunkt der Tagung. Wenn von wirtschaftlicher, risikoorientierter und normenkonformer Umsetzung die Rede ist, geht es um Lösungen, die an der Gefährdung ausgerichtet, fachlich begründbar und an geltende Vorgaben anschlussfähig sind. Auch die Formulierung „technische und organisatorische Maßnahmen“ macht klar: Es geht nicht nur um Technik, sondern auch um Prozesse und Verantwortlichkeiten im Schutzkonzept.
Mehrere Schwerpunkte zeigen, wie breit das Thema aufgestellt ist
Das Programm der Fachtagung ist inhaltlich breit angelegt. Genannt werden unter anderem:
- Vorstellung der neuen Perimeter-Richtlinie
- risikobasierte Planung und Verhältnismäßigkeit
- Perimeterschutz im integrierten Sicherheitskonzept
- KI-gestützte Videoanalytik zwischen Realität und Hype
- Regulatorischer Rahmen mit KRITIS-Dachgesetz und BSIG 3.0 (NIS-2)
- Zufahrtsschutz und Drohnen im Einsatz am Perimeter
Für Errichterbetriebe ist diese Breite relevant, weil Perimeterschutz offenbar verschiedene Gewerke, Planungsfragen und regulatorische Themen zusammenführt. Der Austausch über einzelne Maßnahmen reicht dafür oft nicht aus.
Der Lehrgang vermittelt Hintergrundwissen und Ausschreibungsthemen
Neu ist auch der zweitägige Lehrgang „Perimetersicherung“. Er ist als europaweit anerkannter Lehrgang beschrieben und befasst sich mit den Aspekten aus VdS 3143. Die Teilnehmenden lernen die Bestandteile von Perimeter-Detektionssystemen kennen und sollen sie in Bezug auf Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit einschätzen können, auch unter finanziellen Gesichtspunkten. Zusätzlich werden Kenntnisse zu Ausschreibungsformulierungen und Planungsbeispiele vermittelt. Der erste Termin ist für den 17. bis 18.12.2026 in Köln angekündigt. Für Betriebe, die Perimeterschutz anbieten oder ausbauen wollen, ist das ein klarer Ansatzpunkt für strukturierte Weiterbildung.
Austausch und Einordnung bleiben entscheidend
Die Fachtagung schafft ausdrücklich auch eine Plattform für fachlichen Austausch und Networking. Unter den Referierenden sind Vertreter von Sicherheitsberatungen, Versicherungen, Sicherheitsdienstleistern und der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention. Damit wird deutlich: Perimeterschutz wird nicht nur technisch, sondern auch im Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven behandelt. Wer solche Themen im eigenen Betrieb einordnen will, kommt oft schneller zu belastbaren Lösungen, wenn er den Blick mit anderen Errichtern teilt. Genau dafür steht der Austausch im The Circle of Security Professionals.
Perimeterschutz wird hier als Feld sichtbar, das technische, organisatorische und regulatorische Fragen zusammenführt. Die neue Fachtagung und der Lehrgang liefern dafür einen klaren Rahmen. Offen bleibt vor allem, wie Betriebe die einzelnen Bausteine im Alltag so zusammenführen, dass sie wirtschaftlich und fachlich tragfähig bleiben.
Quelle: VdS